Was passiert mit unseren alten Legehennen?

Gepostet Von Elena Riehle am Okt 25, 2019 | Keine Kommentare


Neue Legehennen bekommen wir in der Regel wenn sie 18 Wochen alt sind. Es dauert zirka einen Monat, je nach Jahreszeit auch länger (Winter), bis sie alle begonnen haben Eier zu legen. Den Sommer über legen sie sehr viele Eier. Den ersten Winter über, wenn sie noch jung und fit sind, auch. Da sie im zweiten Winter sehr viel weniger Eier legen würden und die meisten Kunden dafür leider kein Verständnis haben, haben wir die Hennen nur ein Jahr lang. Bei uns werden die Hennen dann geschlachtet und können als Suppenhühner bei uns im Laden erworben werden. In vielen anderen Betrieben werden die Hühner allerdings getötet und entsorgt, da die meisten Landwirte pro Stall 1500 Legehennen halten und die Nachfrage nach so vielen Suppenhühnern leider nicht da ist. Wer noch einen Schlachter findet, der so eine große Anzahl an Hennen verarbeiten kann, bekommt oft nur den Transport bezahlt.
Der Duchschnittsdeutsche isst 235 Eier pro Jahr. Somit müsste er fairerweise 0,97 Suppenhühner essen.
Denn wo ein Ei gelegt wird ist auch immer ein Huhn!!
Und das sollte als Dank für zahlreiche Eier nicht in der Tierkörperbeseitigung landen.
Sollte man noch die Bruderhähne dazurechnen, die nicht viel Fleisch ansetzen und auch nur als Suppenhühner verkauft werden könnten, dann würde man natürlich das Doppelte an Suppenhühnern berechnen plus einen höheren Preis für Eier und Fleisch, da der Bruderhahn sein Futter nicht selbst erwirtschaftet und wir Landwirte natürlich auch nur Wirtschaftsbetriebe sind, die schauen müssen dass sie über die Runden kommen.

(Eine Legehenne legt im Schnitt 240 vermarktungsfähige Eier im Jahr. Bei 235 Eiern pro Jahr isst man somit die Eier von 0,97 Hühnern.)

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