Mythos Schweinestall

Gepostet Von Elena Riehle am Jun 21, 2017 | 7 Kommentare


Da in den letzten Wochen vermehrt Spekulationen über unseren geplanten Schweinestall geäußert wurden, hier nun einige Fakten hierzu:

Gebaut wird ein Schweinemaststall für 200 Schweine, der über die üblichen Richtlinien von Bioland hinausgeht. Das bedeutet, dass die Tiere noch mehr Platz und in unserem Fall sogar eine Suhle bekommen. Üblicherweise sind Schweineställe für mindestens 1000 Schweine ausgelegt, es wird also ein sehr kleiner Stall.

Im überdachten Teil, der zu drei Seiten offen ist, befindet sich eine „Kiste“, welche die Schweine bei Kälte durch ihre eigene Körperwärme beheizen können, viel Stroh zum Spielen und die Futterplätze. Im, nur zum Teil überdachten, Außenbereich befindet sich Wühlmaterial, welches von oben befeuchtet werden kann. Ziel ist die Schaffung einer künstlichen Suhle. Im unüberdachten Bereich ist der Kot- und Harnbereich, welcher abgeschoben werden kann (ebenso wie die anderen Bereiche). Bei Regen wird der Kot somit schnell vom Regenwasser verdünnt werden, bei Hitze wird er schnell trocknen. Somit besteht keine Gefahr für eine intensive Geruchsbelästigung. Natürlich wird es nach Schwein riechen, wie in jedem Stall, aber nach wenigen Metern wird nichts mehr zu riechen sein. So wie das bisher bei unseren Freilandschweinen momentan auch schon der Fall ist. Hier wird keinerlei Kot und Harn entfernt und sie riechen sie nur, wenn sie davor stehen.

Der Güllebehälter ist in der Erde versenkt und wird von einem schweren Betondeckel geschlossen. Durch die fehlende Wärme, können hier keine Gase entstehen, wie jeder weiß, der Gülletiefbehälter kennt. Die Gülle wird einmal im Jahr mit Schläuchen bodennah ausgebracht, wofür der Lohnunternehmer einen Tag brauchen wird. Aufgrund der Fruchtfolge, die wir einhalten müssen, wird nur alle drei Jahre im Frühjahr im Spätengrund Gülle ausgebracht.

Die drei Silos, die geplant sind, sind keine Fahrsilos, wie beispielsweise bei einer Biogasanlage, sondern geschlossene Behälter, die Getreideschrot enthalten (also Müsli).

Auch haben Bau- und Landratsamt alle vorgeschriebenen Abstände zur Besiedelung geprüft. Bei Präzedenzfällen wurden bisher bis zu einem Abstand von 270 Metern Beschwerden von betroffenen Bürgern Recht gegeben. Die nächsten Häuser sind in unserem Fall mindestens 400 Meter entfernt. Das Landratsamt hat zudem verfügt, dass wir bei berechtigten Beschwerden Gegenmaßnahmen treffen müssen.

Wo Gerüchte wie ein geplanter Kinderzoo, Ferienwohnungen, ein Biergarten oder der Bau einer Straße im oberen Teil unserer Flächen herkommen ist uns ein Rätsel, davon war noch nie die Rede. Hier wurden wohl gezielt Lügen verbreitet um uns zu schaden.

Bei Fragen können sie uns gerne ansprechen oder per E-Mail FamilieRiehle@t-online.de.

 

 

7 Kommentare

  1. Schon lange bevor es Riehles am Spätengrund gab, haben wir dort unsere Grundstücke bewirtschaftet und die schöne frische Luft genossen. Wenn es dort in Zukunft doch nach Schwein stinkt, gibt es ganz bestimmt ein großes Problem für Fam. Riehle. Schon jetzt setzt sich die Bevölkerung massiv dafür ein, dass die Verursacher für die hohe Nitratbelastung des Grundwassers haftbar gemacht werden. Zu Recht! Warum soll die Bevölkerung auch für die ständig steigenden Wasserkosten aufkommen.

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    • Hallo Herr Behrens,

      vielen Dank für ihren aufschlussreichen Kommentar.
      Die Sorgen was Grundwasser, Antibiotokaresistenzen oder Schäden für Flora und Fauna angeht, teilen wir. Das ist auch der Grund weshalb wir inzwischen unseren gesamten Betrieb auf Bioland umgestellt haben. Offensichtlich haben sie das übersehen. Es steht ganz oben in der Leiste. Gerne können sie über Google hierzu die Richtlinien von Bioland nachlesen. Was den Geruch betrifft haben sowohl die Untere Naturschutzbehörde als auch Veterinäramt und Wasserwirtschaft keine Bedenken geäußert. Da wir davon ausgehen, dass die Fachbehörden ihre Arbeit verstehen, ist wohl keine Geruchsbelästigung zu erwarten. Sollten sie dennoch daran Zweifel haben, können sie gerne am 19 September 18:00 Uhr in die Aula kommen. Wir haben vom Regierungspräsidium eine Geruchsprognose angefordert, die dort vorgestellt wird.

      Liebe Grüße
      Elena Riehle

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    • Hallo Herr Behrens,

      Wo kaufen Sie ihr Fleisch? In was für einer Qualität. ?

      Ich bin froh das es solche Betriebe wie Riehles gibt, die in der heutigen Zeit, versuchen das beste daraus zu machen in bester Bio Qualität.
      Und dann ganze auch noch direkt in der Nähe! Was will man mehr…

      Mit freundlichen grüßen

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  2. Hallo Herr DiplomPatentanwalt,

    mir fällg ja beim Lesen Ihrer Zeilen nichts ein…

    Panne wirklich was Sie da auch noch von sich geben! Selbst wenn die Sauen mal nicht nach dem weißen Riesen riechen: das ist und sollte für uns alle, auch für Bürohengste in Kanzleien, normal sein. (Fragen Sie mal einen Haushund, ob ihm all unsere Gerüche gefallallen…) Seien wir glücklich über Landluft! Erinnert sie uns später beim Duft am Grill an die leckeren Lieferanten! Das sind wir den Suckeln schuldig!

    Patent finde ich Ihre Kommentierung ja mal überhaupt nicht…

    VG L.C.

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  3. Viele Leute können gar nicht genug Fleisch essen. Haupsache es ist billig, und die Tierhaltung erfolgt nicht in Ihrer Nähe. Man will das Elend ja nicht sehen sondern nur essen.
    Früher hatten wir in Weil der Stadt fast in jedem zweiten Haus Schweine und sonstige Tiere, und den Misthaufen gleich noch dazu.
    Heute machen einige Aufstand, wenn ein Bio – Erzeuger 400m von den ersten Häusern entfernt ist. Beschämend!

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  4. In Patentangelegenheiten mag sich Herr Behrens [1] ja vielleicht auskennen, aber seinen Diplom hat er sicher nicht für das Erkennen von Zusammenhängen bekommen… Bevor man sich in einer Sache (zumal öffentlich) positioniert ist es ratsam, sich etwas mit der Materie zu beschäftigen, z.B. was denn sind die Ursachen für eine zu hohe Nitratbelastung sind… oder woher denn der größte Teil des Fleisches kommt.
    Ich finde es beschämend, dass sich eine BI anonym [2] und ohne öffentliche Angabe für die Gründe ihres Handelns [3] das Vorhaben eines bäuerlichen Familienbetriebs, das in Deutschland bzgl. Tierwohl seines gleichen sucht, blockiert. In der Landwirtschaft könnte vieles besser laufen, dieser Meinung bin auch ich, aber dann gerade einen kleinen Öko-Betrieb zu attackieren, der vorbildlich handelt, ist in keiner Weise nachvollziehbar…
    Ich wünsche Ihnen, Familie Riehle, alles Gute bei Ihrem Vorhaben!

    Viele Grüße aus Witzenhausen,
    C.M.

    [1]https://www. gelöscht
    [2]http://www.leonberger-kreiszeitung.de/inhalt.schweinestall-projekt-der-familie-riehle-schweinestall-anonyme-briefe-im-umlauf.07d263af-45b3-42f1-a41e-6a400e72383d.html
    [3]https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-9164656.html

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  5. Ich nehme 80 km Fahrstrecke in Kauf um hier Fleisch einzukaufen.
    Dankbar wäre ich, würden mehr Bauern derart vorbildliche Tierhaltung praktizieren.
    Politisch gewollt sind Bauernkonzerne die unsere Flüsse und Böden vergiften, nebenbei die Insekten ausrotten. Angeblich „alternativlos.“
    Dieser Protest einiger gegen den Bau des neuen Stalls ist eine Farce.
    Hier kann man sich als Rentner endlich wieder wichtig machen. Unterstell ich einfach mal.
    Aber doch lieber anonym.

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